Spielfrei. Was nun?

23.06.2016

Nachdem gestern mit Italien, Irland und Belgien die letzten Teilnehmer des Achtelfinales ermittelt wurden, wird für viele Fußballfans heute und morgen eine gleichwohl harte wie sinnlose Zeit heran brechen: Die EM hat ihre ersten spielfreien Tage! Zehn wertvolle Tipps, wie sie die kommenden beiden Tage möglichst sinnvoll überbrücken können.
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trikot

  1. Schauen Sie Nachrichten. Das ist die Sendung, die normalerweise läuft, während Sie damit beschäftigt sind, das vorherige Bier zu entsorgen sowie sofortigen Nachschub aus dem Kühlschrank zu holen – in der Halbzeit. Aus den Nachrichten erfahren Sie, was Ihnen seit dem 10. Juni, hart gesagt »am Arsch vorbei ging«: Brexit, Donald Trump oder Recep Tayyip Erdoğan – um nur ein paar Beispiele zu nennen.
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  2. Reden Sie doch wieder einmal mit Ihrem Partner. Das ist der- oder diejenige Person, die im Ehebett direkt neben Ihnen schnarcht. Sollte keine Person neben Ihnen liegen, versuchen Sie sich daran zu erinnern, ob das vor der EM auch schon so war. Falls ja: Alles im grünen Bereich! Falls nein, haben Sie womöglich ein Problem. Fragen Sie vorsichtig bei Ihren Schwiegereltern nach, ob diese etwas über den Verbleib Ihres Partners wissen.
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  3. Apropos »fragen«: Fragen Sie sich schon seit einigen Tagen, weshalb Sie ständig von Fliegen umlagert werden? Nach knapp zwei Wochen ununterbrochenen Tragens wäre es ratsam, Ihr geliebtes Deutschland-Trikot endlich mit der Waschmaschine bekannt zu machen. Zur Erinnerung: Ihre Waschmaschine lässt sich nicht mit der Fernbedienung Ihres Fernsehers bedienen und die Programme heißen dort weder ARD noch ZDF!
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  4. Nutzen Sie die Zeit, die Ihre Waschmaschine dazu benötigt, das beige-graue Trikot wieder halbwegs weiß zu waschen sinnvoll, und begeben Sie sich auf direktem Wege unter die Dusche. Noch besser: Nehmen Sie ein Vollbad – Sie stinken nämlich! Vergessen Sie bei dieser Gelegenheit das Zähneputzen nicht und rasieren Sie sich endlich mal wieder. Viele Baumärkte bieten hierfür auch den Verleih von Heckenscheren (Modell »Joe Allen«) an.
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  5. Rufen Sie Ihre österreichischen Bekannten an und fragen Sie besorgt nach, ob deren Fußball-Nationalmannschaft auch gut daheim angekommen ist.
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  6. Rufen Sie Ihre Bekannten in den Niederlanden an und fragen Sie diese, ob sie mit dem bisherigen Verlauf der EM zufrieden sind.
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  7. Finden Sie neue Bekannte.
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  8. Ist Ihnen das komische, klirrende Geräusch beim Öffnen und Schließen Ihrer Wohnungstüren aufgefallen? Das kommt von den leeren Bierflaschen, die Sie seit Beginn der EM stets achtlos auf den Boden geworfen haben. Lesen Sie diese auf und begeben Sie sich zum nächsten Pfandautomaten. Machen Sie sich vor selbigem jedoch auf längere Wartezeiten gefasst.
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  9. Verwenden Sie das Flaschenpfand dafür, sich wieder einmal mit Lebensmitteln einzudecken. Kaufen Sie sich sicherheitshalber noch zwei Stangen Zigaretten sowie fünf Kisten Bier. Dank Ihres Pfandbons dürften Sie an der Kasse sogar noch ein klein wenig Geld herausbekommen.
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  10. Bügeln Sie Ihre Deutschlandfahnen sowie das mittlerweile trockene Trikot auf und überprüfen Sie die Funktionstüchtigkeit Ihrer Hupe. Waschen Sie bei dieser Gelegenheit auch gleich Ihren Wagen. Nach dem Halbfinalsieg der Deutschen über die Slowakei – und wer zweifelt ernsthaft daran – wollen Sie doch im Autokorso ein gutes Bild abgeben, oder?!

Jetzt aber ran ans Werk – zwei Tage sind schließlich schnell vorüber!

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