Videoüberwachung: Manager wehren sich
Von Raymund Krauleidis | 30. April 2008 | Kategorie: SatirenewsTop-Manager verteidigen die mittlerweile obligatorische Videoüberwachung ihrer Angestellten. Es müsse sichergestellt werden, so das einhellige Echo in den Führungsetagen, dass Mitarbeiter so sorgsam wie möglich mit Firmenmitteln umgehen.
Schließlich, gab der ehemalige Siemens-Manager Heinrich v. P. (Name von der Redaktion geringfügig gekürzt) zu bedenken, fehle jeder durch unloyale Mitarbeiter verschwendete Euro am Ende bei strategisch wichtigen Schmiergeldzahlungen.
Ähnlich äußerte sich auch ein Vorstandsmitglied von VW: “1.000 durch Mitarbeiter geklaute Kugelschreiber bedeuten für mich immerhin einen ganzen Puff-Besuch auf Firmenkosten weniger!” Zudem verwies er auf den hieraus resultierenden volkswirtschaftlichen Schaden.
Eine geringfügig anders gelagerte Intention verfolgt hingegen der ebenfalls in Verruf geratene Möbelriese IKEA. “Wir wollen doch nur wissen, welche Deppen für die vielen fehlenden Schrauben in unseren Umverpackungen verantwortlich sind”, verteidigte sich das schwedische Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Einig sind sich die Top-Manager jedoch hinsichtlich des Vorschlags diverser Betriebsräte, künftig auch die höheren Etagen der Unternehmen überwachen zu lassen. “DAS“, insistierte - stellvertretend für seine Artgenossen und mit mahnend erhobenem Ziegefinger - ein Geschäftsführer des Lebensmitteldiscounters LIDL, “wäre ein klarer Verstoß gegen das Datenschutzgesetz!”
(c) Raymund Krauleidis 2008
Bild: Stihl024 / Pixelio








